eToro-Spread: Gebühren-Transparenz bis zum letzten Pip

eToro Spread im VergleichEin Social Trading-Broker wie eToro mit weltweit mehreren Millionen Mitgliedern kommt ohne Gebühren natürlich nicht aus – sonst wäre allein schon der Betrieb der umfangreichen Handelsplattform kaum finanzierbar. Die Kosten werden in diesem Fall vor allem über detaillierte Regelungen in Zusammenhang mit dem variablen eToro-Spread erhoben – wer es genau wissen will, muss allerdings auch genau hinsehen.

Die Wahl eines auf den ersten Blick attraktiven Online-Brokers kann sich schnell als folgenreiche Fehlentscheidung erweisen, wenn erzielte Gewinne durch „versteckte“ Gebühren immer wieder deutlich geschmälert werden. Die Gebührenmodelle der unterschiedlichen Broker sind so vielfältig wie die Auswahl der Anbieter selbst, während der eine beispielsweise auf Einzahlungen überhaupt keine Gebühren erhebt und lediglich Auszahlungen vom Handelskonto in Rechnung gestellt, verzichtet der andere gänzlich auf Ein- oder Auszahlungsgebühren und finanziert den Betrieb der Trading-Plattform ausschließlich über Spreads – also über die Differenz zwischen dem so genannten Geldkurs und dem Briefkurs des jeweiligen Finanzinstruments. Die Gebührenregelung über Spreads gilt gemeinhin als solide und seriös, da jeder Trader von Anfang an weiß, was auf ihn zukommt. Das setzt allerdings voraus, dass der Broker die jeweils erhobenen Spreads pro Instrument auch klar und deutlich preisgibt – und auch nicht ohne Vorwarnung plötzlich verändert, so dass auf den Trader höhere Kosten zukommen, als es zunächst zu erwarten gewesen wäre. Dementsprechend arbeiten Broker oft auch entweder mit festen Spreads oder mit variablen Vergütungen, die je nach aktueller Liquidität der Märkte sogar im Verlauf eines einzigen Handelstages mehrfach schwanken können.

eToro Social Trading

eToro Social Trading

Geringerer Spread bei „exotischen“ Anlagewerten

Eine eindeutige Darstellung der Spreads bildet denn auch ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl eines geeigneten Online-Brokers, wobei die Spreads im Forex-Handel üblicherweise in Pips angegeben werden, während sich der Spread im Handel mit Wertpapieren in der Regel aus einem prozentualen Anteil zwischen Geld-und Briefkurs ergibt. Dabei gilt: Je mehr Geld im Spiel ist, desto niedriger fällt üblicherweise der Spread aus. Für das Forex-Paar EUR/USD wird beispielsweise meist ein weitaus niedrigerer Spread angesetzt als für das Währungspaar kanadischer Dollar/Schweizer Franken, ganz einfach weil der Broker über das große Handelsvolumen bei gängigen Forex-Kombinationen unter dem Strich deutlich mehr Gebühren einstreicht als im Handel mit eher „exotischen“ Kombinationen.

eToro Spread

eToro Spread

Zwischenfazit: Je nach Gebührenmodell verlangen Online-Broker für jede Position eine Beteiligung in Gestalt fester oder variabler Spreads. Die Spread-Höhe kann sich dabei auch während eines einzigen Handelstages mehrfach verändern und orientiert sich vor allem an der aktuellen Liquidität der jeweiligen Märkte.

Variabler Spread meist mit minimalen Auswirkungen

Als Social Trading Plattform nimmt eToro für sich in Anspruch, in allen Bereichen des Online-Tradings ein Höchstmaß an Transparenz an den Tag zu legen. Was die mit dem Trading verbundenen Nebenkosten angeht, sieht eToro sowohl Gebühren für Auszahlungen vom Handelskonto, als auch eine Ergebnisbeteiligung über Spreads vor. Die Auszahlungsgebühren orientieren sich dabei an der Summe, die jeweils abgebucht werden soll:

  • 5 US-Dollar Gebühren bei Auszahlungen zwischen 20 und 200 US-Dollar
  • 10 US-Dollar bei Auszahlungen zwischen 200,01 und 500 US-Dollar
  • 25 US-Dollar bei Auszahlungen über 500,01 US-Dollar

Der eToro-Spread ist indes Sinne nicht absolut festgelegt, sondern kann je nach Markt und Tageszeit variieren. Auch wenn eToro betont, „Social Trading ohne versteckte Gebühren“ zu betreiben, erfordert das Studium der umfangreichen Spread-Auflistungen doch einiges an Zeit. In der Praxis – und wenn es bei den einzelnen Positionen nicht um hohe Summen jenseits von 10.000 Euro geht – wirken sich die variablen Spreads für „einfache“ Trader aber kaum aus, Gebührensteigerungen machen sich mehr im Bereich weniger Cents oder sogar nur Bruchteilen davon bemerkbar, als in Gestalt vieler Euros.

eToro Gebühren

eToro Gebühren

eToro-Spread: Berechnung beim Schließen einer Position

kontoeroeffnungeToro berechnet die Gebühren grundsätzlich beim Schließen einer Position, ein eToro-Spread für das Öffnen einer Position wird nicht erhoben. Mit einem Spread von beispielsweise drei Pips auf das Paar Euro/US-Dollar oder vier Pips auf das Paar britisches Pfund/australischer Dollar liegt eToro damit auch insgesamt betrachtet im Mittelfeld dessen, was die unterschiedlichen Broker in diesem Zusammenhang berechnen. Wer das Trading allerdings nicht nur im sehr kurzfristigen Bereich betreibt, sondern Positionen auch über längere Zeiträume offen hält, muss neben dem „normalen“ Spread zusätzlich auch noch so genannte Über-Nacht-Gebühren begleichen. Auch in diesem Fall gilt, dass die Über-Nacht-Gebühren je nach Markt unterschiedlich ausfallen können, aber immer erst nach dem Schließen einer Position endgültig berechnet werden. Die Berechnung erfolgt dabei punktgenau um 17:00 Uhr New Yorker Zeit (also in Deutschland um 23:00 Uhr), und zwar für jede Position des Traders, die zu diesem Zeitpunkt noch offen ist. Welche Kosten jeweils anfallen, kann der Trader über sein eToro-Handelskonto übrigens zeitnah und sehr präzise aufgeschlüsselt nachvollziehen.

Fazit

FazitMit dem eToro-Spread schafft die weltweit größte Social Trading-Plattform absolute Klarheit zu den Kosten, die nach dem Schließen einer Position als Gebühren anfallen. Da eToro die Spreads variabel berechnet und gegebenenfalls auch Über-Nacht-Gebühren für offene Positionen anfallen, kann das Nachrechnen im Einzelfall allerdings etwas aufwändiger ausfallen.

Unsere eToro Erfahrungen