Wie lassen sich Handelsarten von binären Optionen mit klassischen Optionen nachstellen?

Binäre Optionen galten lange Zeit als sehr guter Einstieg in das Online-Trading. Kurze Laufzeiten, eine einfache Handhabung sowie verschiedene Strategien zur Risikoabsicherung bildeten die Basis ab. Nun ist der Handel mit binären Optionen in Europa jedoch nicht mehr vorgesehen. Trader, die auf diese Weise bisher ihr Geld verdient haben, stehen vor der Frage, in welche Richtung sie sich nun orientieren. Die Tipps für eine Alternative gehen in die Richtung der klassischen Optionen. Die klassischen Optionen bieten deutlich mehr Flexibilität und punkten durch Transparenz sowie Vielseitigkeit. Interessant ist nun, wie sich die bisherigen Strategien, die bei den binären Optionen zum Einsatz gekommen sind, auf die klassischen Optionen umzulegen. Hier zeigen sich jedoch einige Unterschiede bei den Handelsarten und Strategien.

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Der Handel mit klassischen Optionen – die optimale Strategie finden

Der Start in den Handel mit klassischen Optionen ist normalerweise mit ein wenig mehr Aufwand verbunden, als die Investition in binäre Optionen. Da es sich bei klassischen Optionen um Varianten handelt, bei denen nicht ausschließlich auf den steigenden oder fallenden Kurs gesetzt wird, ist die Thematik deutlich komplexer. Dies lässt natürlich mehr Möglichkeiten für den Handel offen. Gleichzeitig ist jedoch auch die Suche nach einer passenden Strategie eine Herausforderung. Grundsätzlich haben Trader das Ziel, mit geringstmöglichen Mitteln eine höchstmögliche Rendite zu erzielen. Für dieses Ergebnis gibt es verschiedene Handelsarten und Strategien, die in Frage kommen.

Für viele Trader ist es ein Prozess herauszufinden, welche Art des Handels mit Optionen für sie passend ist. Eine große Hilfe stellt an dieser Stelle das Demokonto dar. Zahlreiche Broker stellen eine Demo-Version zur Verfügung, mit der sich Tools austesten und Strategien ausprobieren lassen. Der Vorteil liegt darin, kein Kapital einsetzen zu müssen. Mögliche Gewinne gehen aber natürlich auch nicht auf das Echtgeld-Konto.

Der Covered Call als echter Klassiker beim Handel

Der Covered Call gehört bei Tradern zu den beliebtesten Handelsstrategien. Er ist deutlich komplexer als eine der Handelsstrategien bei den binären Optionen, kann aber zu einem hohen Erfolg führen. Hierbei handelt es sich um eine Optionsstrategie, die auch als „bullisch“ bezeichnet wird. Im Prinzip besteht der Covered Call aus der Long-Position von 100 Wertpapieren sowie einem Short-Call, der auf diese Aktien verkauft wird. Die Prämie für den Short Call geht als Rendite auf das Konto des Anlegers. Er verringert die Kosten für die Wertpapiere und geht nur ein geringes Risiko ein. Der höchstmögliche Verlust liegt hier bei dem Einstiegspreis für die Aktien abzüglich der Prämien. Der höchstmögliche Profit liegt bei der Differenz des Short Calls in Verbindung mit dem Einstiegspreis der Aktie zuzüglich der Prämie. Der Vorteil hier ist, dass ein Einkommen auch dann erzielt werden kann, wenn der Kurs der Aktie keine Bewegung macht. Kommt es zu einem Kursabfall der Aktie ist es möglich, mit einem Rückkauf vom Call einen schnellen Gewinn zu generieren. Eine wichtige Basis stellt der Break-Even-Point dar. Dieser setzt sich aus dem Einstiegspreis der Aktie abzüglich der Prämie zusammen und sollte mit einem Verkauf nicht unterschritten werden.

Das Risiko der Strategie ist überschaubar und die Rendite ist durchaus attraktiv. Gerade dann, wenn Trader auf der Suche nach einer längeren Optionsstrategie sind, kann der Covered Call sinnvoll sein.

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Klassische Optionen lassen sich unter anderem bei Plus500 handeln

Absicherung von Aktienpositionen mit dem Protective Put

Wertpapierpositionen können zu Verlusten führen, wenn sie nicht abgesichert werden. Hier kann mit Optionen eine Verlustbegrenzung geschaffen werden. Ähnlich wie bei den binären Optionen, wo das Risikomanagement beispielsweise durch Early Closure geprägt wird, gibt es bei den Optionen den Protective Put als Schutz. Der Kurs einer Option steht in einem direkten Zusammenhang mit dem Kurs der Aktie. Die Aktie dient dabei als Basiswert. Wenn der Kurs des Basiswertes fällt, nimmt in diesem Fall der Wert der Option zu. Dies gilt für die hier eingesetzten Put-Optionen. Ein Punkt bei der Strategie ist, dass eine Investition in die Option erfolgen muss. Dies bringt erst einmal Kosten mit sich. Die Strategie selbst kann jedoch als eine Art Absicherung oder Versicherung gesehen werden. Sieht der Anleger die Korrektur-Risiken bei seiner Aktie als eher gering an, reicht ein kleiner Ausübungspreis bei den eingesetzten Optionen aus. Anders ist es, wenn hohe Kursverluste zu erwarten sind und abgesichert werden sollen. In diesem Fall muss auch der Ausübungspreis deutlich höher liegen.

Sinkende Kurse beim Basiswert sind zwar für den Trader auch dann noch ein Thema, durch den Protective Put konnte er sich aber deutlich besser absichern und die möglichen Verluste geringer halten.

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Straddle und Strangle im Optionshandel als Strategie

Möchte der Trader bei der Suche nach einer Strategie vor allem die Kursentwicklungen in den Fokus stellen, kann sich ein Blick auf die Straddle-Strategie lohnen. Hier kann auf zwei Varianten spekuliert werden:

  1. Die Kurse ändern sich stark – es wird von einem Long Straddle gesprochen
  2. Die Kurse bleiben gleich – es wird von einem Short Straddle gesprochen

Für den Long Straddle werden eine Put- und eine Call-Option gekauft. Beide gehören zum gleichen Basiswert, sind am Geld und haben sowohl das gleiche Verfallsdatum als auch den gleichen Ausübungspreis. Wenn der Kurs vom Basiswert bis zum Ausübungsdatum deutlich gestiegen oder auch gefallen ist, führt dies zu einem Gewinn. Der Verlust liegt höchstens beim Kapitaleinsatz. Diese Strategie eignet sich sehr gut für volatile Märkte.

Beim Short Straddle geht er Trader davon aus, dass sich der Kurs nicht oder nur sehr wenig bewegen wird. Verkauft werden eine Call- und eine Put-Option. Gerade in Bezug auf die Call-Optionen zeigt sich jedoch hier die Schwierigkeit, dass der Verlust keine Begrenzung hat. Vor allem dann, wenn der Trader den Basiswert nicht in seinem Depot hat und ihn erst zum Marktpreis kaufen muss, um ihn ausgeben zu können, besteht ein hohes Risiko.

Mit dem Straddle zusammen wird auch immer wieder auf den Strangle verwiesen. Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine Strategie, die jedoch sehr komplex ist und sich in verschiedene Unterarten teilt. Ziel ist es, bei jeder Marktbewegung durch den Strangle einen Gewinn machen zu können. Es erfolgt die Kombination von einem Call und einem Put. Beide laufen auf denselben Basiswert, haben aber verschiedene Ausübungspreise und Laufzeiten. Bei einem volatilen Markt kommt der Long Strangle zum Einsatz. Verluste sind hier möglich, diese sind aber begrenzt auf die Prämien für die Optionen. Nachschusspflichten gibt es nicht. Geht der Trader davon aus, dass es zu keiner Marktentwicklung kommen wird, greift er auf einen Short Strangle zurück. Bei dieser Variante ist das Verlustrisiko unbegrenzt, wenn der Trader die Basiswerte nicht in einem Portfolio hat.

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Der Iron Condor als erweiterte Strangle-Form

In Bezug auf die Handelsarten bei Optionen im Vergleich zu binären Optionen muss gesagt werden, dass bei den Optionen deutlich flexiblere Strategien eingesetzt werden können. Dies zeigt sich beispielsweise auch beim Iron Condor. Der Iron Condor wird als eine Strategie gesehen, die als Erweiterung vom Strangle gilt. Auch hier wird davon ausgegangen, dass der Kurs sich wenig bis gar nicht bewegt. Beim Iron Condor ist das Ziel, einen Call und einen Put zu verkaufen. Bis hierhin handelt es sich um einen Strangle. Um einen Iron Condor daraus zu machen, werden über dem verkauften Call und unter dem verkauften Put ein weiterer Call und Put gekauft. Bei allen Optionen ist die Laufzeit gleich. Durch die zusätzlich gekauften Optionen wird eine mögliche Verpflichtung weitergegeben und das Risiko dadurch deutlich reduziert. Auch der mögliche Verlust wird bei einem Iron Condor von Beginn an klar. Dieser liegt bei der Differenz zwischen den gekauften und verkauften Calls und Puts.

Butterfly – mehrere Optionen für optimale Gewinne

Die Handelsstrategie Butterfly wird eingesetzt, wenn gleich bleibende oder sich kaum ändernde Kurse bei den Basiswerten erwartet werden. Verglichen werden kann die Strategie mit einem Short-Straddle. Allerdings bietet die Butterfly-Methode ein geringeres Verlustrisiko. Für die Zusammenstellung werden beispielsweise zwei Call-Optionen gekauft, die unterschiedliche Ausübungspreise aufweisen. Gleichzeitig werden zwei Call-Optionen verkauft, die mit ihren Ausübungspreisen zwischen den gekauften Optionen liegen. Dabei ist darauf zu achten, dass der Ausübungszeitraum gleich ist. Es wird durch die Optionen also eine Bandbreite gesetzt, die mit dem Verkauf der Call-Optionen ausgenutzt werden soll.

Empfehlenswert ist es, die Laufzeit bei der Strategie unter vier Wochen zu halten. Das Verhältnis von Gewinn und Verlust kann bei dieser Variante als sehr gut bezeichnet werden. Zudem kann der Butterfly-Handel auch dann genutzt werden, wenn der Trader nur geringes Kapital hat.

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Die Handelsarten bei den binären Optionen

Die genannten Strategien für die klassischen Optionen stellen nicht die gesamte Bandbreite der Möglichkeiten dar, sind aber ein Überblick über die Varianten, die genutzt werden können. Auch bei den klassischen Optionen geht es also in erster Linie um ein gutes Risikomanagement und die Absicherung vor Verlusten. Ganz vergleichbar sind die Strategien dennoch nicht mit den Handelsarten bei den binären Optionen. Die hier eingesetzten Handelsarten sind weniger komplex, können in ihrer gewünschten Auswirkung aber dennoch durchaus auf die Optionen umgelegt werden. Um zu schauen, welche der Strategie für Optionen für einen Trader optimal ist, hilft ein Blick auf die bisher verwendete Strategie bei den binären Optionen. Bei den binären Optionen kamen in der Vergangenheit vor allem die folgenden Handelsarten zum Einsatz:

    1. Der One Touch-Handel

Besonders beliebt ist der One-Touch-Handel. Er erweitert den klassischen Call- und Put-Handel bei den binären Optionen. Wer den One-Touch-Handel einsetzt, der kann nicht nur auf den fallenden oder den steigenden Kurs setzen. Er gibt einen Zielkurs an. Dieser Zielkurs muss in der Laufzeit erreicht werden. Ist dies nicht der Fall, geht der Einsatz verloren. Wird der Zielkurs berührt, kommt es zu einem Gewinn. Eine gewisse Marktkenntnis ist hier also durchaus notwendig.

    1. Der Range-Handel

Der sogenannte Grenz-Handel wird eingesetzt, wenn der Trader bei den binären Optionen eine Grenze setzt, die er anhand Analysen und Marktkontrollen festlegt. Diese Grenze ist die Basis für die Handelsart. Nun muss der Trader noch entscheiden, ob der Kurs der Option über oder unter der Grenze liegen wird. Wichtig ist, dass beim Range-Handel sowohl die Unter- als auch die Obergrenze festgelegt werden.

    1. High-Yield-Handel

Normalerweise liegt die Rendite bei binären Optionen bei höchstens 100 %. Anders sieht es beim High-Yield-Handel aus. Hier gehen die Renditen noch deutlich höher. Gleichzeitig steigt aber auch das Risiko stark an. Gearbeitet wird hier mit Optionen von einer kurzen Laufzeit. Je höher die Rendite, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Zielkurs auch erreicht wird. Beim High-Yield-Handel geht es um One-Touch-Optionen. Gerade bei einem volatilen Markt ist diese Anlagevariante sehr beliebt.

    1. Early Closure

Zum Schutz des eigenen Kapitals ist es bei binären Optionen möglich, einen Early Closure zu machen. Wer feststellt, dass der Kurs sich doch in eine andere Richtung als gedacht bewegt, der kann die Option vorzeitig schließen. Dies ist zwar mit Kosten verbunden. Mögliche Verluste lassen sich aber eingrenzen und mögliche Gewinne können so besser abgesichert werden. Beim Roll Over dagegen kann die Option verlängert werden, auch wenn vorher eine andere Laufzeit festgelegt wurde.

In der Regel stellt jeder Trader im Laufe der Zeit fest, welche der Handelsarten für ihn besonders passend ist. Wer eher weniger Risiko eingehen möchte, der sichert seine Optionen ab. Wer bereit ist, auch Verluste zu akzeptieren, die höher liegen, der kann seine Optionen durch zusätzliche Handelsstrategien noch wertvoller machen.

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Fazit: Die Handelsstrategien bei binären und klassischen Optionen ähneln sich nur wenig

Grundsätzlich ist es das Ziel einer jeden Strategie, mit der Investition möglichst hohe Gewinne und sehr geringe Verluste zu machen. Das gilt für die binären Optionen ebenso wie für die klassischen Optionen. Wer nun von den binären Optionen auf die klassischen Optionen wechseln und seine Strategie gerne mitnehmen möchte, der steht vor dem Problem, dass klassische Optionen deutlich flexibler und vielseitiger sind. Zwar lassen sich auch hier Absicherungen mit der Handelsstrategie vornehmen. Diese sind aber komplexer und benötigen eine höhere Investition. Daher ist es empfehlenswert, erst einmal mit einem Demokonto zu arbeiten und zu prüfen, wie die einzelnen Strategien und Handelsarten für die Optionen auf die Dauer im eigenen Portfolio abschneiden und welche Anpassungen oder Verbesserungen dabei helfen können, bestmöglich zu profitieren. Die Erfahrungen aus dem Handel mit binären Optionen sind hier durchaus eine sehr gute Basis.

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