eToro Alternative: Social Trading immer beliebter

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eToro AlternativeDem allgemeinen Eindruck nach wird der Sektor Social Trading nicht nur von der Plattform eToro dominiert, vielmehr scheint eine wirkliche eToro Alternative auch kaum verfügbar zu sein. Doch dem ist nicht so: Inzwischen verbinden immer mehr Anbieter die Gewinnchancen im Online-Trading mit der Möglichkeit, die Strategien erfolgreicher Händler zum eigenen Nutzen zu kopieren.

Eine individuelle Handelsstrategie austüfteln und via Online-Broker ganz für sich allein in die Tat umsetzen, oder das womöglich mühsam erarbeitete „Trading-Nähkästchen“ ganz weit öffnen und viele Menschen am Erfolg teilhaben lassen: das ist zunächst einmal die ganz persönliche Entscheidung eines jeden Traders. Immerhin bedeutet Social Trading in der Regel auch, dass alle Beteiligten aus der Anonymität klassischer Plattformen heraustreten und quasi der ganzen Welt offenbaren, auf welche Weise und mit welchem Ergebnis sie ein wenig Geld nebenbei verdienen oder gar ihren Lebensunterhalt bestreiten. Im Einzelfall sollte das gut durchdacht sein, denn in gewisser Hinsicht legt jeder Social Trader auch zumindest einen Teil seiner persönlichen Vermögensverhältnisse offen – was nicht nur im eigenen Freundeskreis zuweilen für skeptische Reaktionen sorgen kann.
 

Entscheidung will wohl durchdacht sein

strategieAndererseits bedeutet Social Trading auch, dass insbesondere erfolgreiche Trader mit vielen „Kopierern“ nicht nur für ihr eigenes Handeln verantwortlich sind, sondern faktisch auch ein wenig Verantwortung für andere übernehmen. Natürlich sollten jedem Beteiligten die mit dem Online-Trading verbundenen Risiken bewusst sein, ob „auf eigene Rechnung“ oder „sozial geteilt“. Auch der erfolgreichste Trader kann unerwartet böse Überraschungen erleben, und dann schmilzt eben nicht nur das eigene Guthaben dahin, sondern schlimmstenfalls zugleich auch das Vermögen aller Kopierer. Umgekehrt kann die Erwartung, als „Kopierer“ einfacher Gewinne zu erzielen als ein eigenständiger Online-Trader, durchaus enttäuscht werden. Es gibt inzwischen zwar wissenschaftliche Untersuchungen, nach denen Social Trading für jeden Beteiligten unter dem Strich höhere Erträge liefert, als das Online-Trading nur für sich allein zu betreiben; eine Garantie gibt es darauf aber freilich nicht.

Zwischenfazit: Social Trading bedeutet auch, seine Vermögensverhältnisse zumindest teilweise zu offenbaren. Vor dem Einstieg in ein entsprechendes Angebot sollte die eigene Haltung zum Online-Trading daher sorgfältig überprüft werden.

Besondere Kriterien bei der Auswahl von Social Trading Plattformen

Wie auch immer: Wer ins Social Trading einsteigen findet, findet inzwischen auch problemlos eine eToro Alternative. Bei der Auswahl des passenden Anbieters gelten zunächst einmal die gleichen Kriterien wie für eine „traditionelle“ Plattform: Höhe der Mindesteinzahlung, Höhe des Mindesteinsatzes, Ein- und Auszahlungsmöglichkeiten (sowie die damit verbundenen Konditionen), Bandbreite der handelbaren Anlagewerte, Regulierung durch die Finanzaufsicht und so weiter.

Im Bereich Social Trading sollten allerdings noch weitere Kriterien beachtet werden:

  • Möglichkeiten zur Risikobegrenzung kopierter Trades
  • Informationen zur Trading-Historie und Ertragsentwicklung der Händler
  • Anzahl der kopierbaren „Leader“
  • Mindest-Investitionssumme je kopierten Trade.

Dabei sollte die ausgewählte Social Media Plattform die Möglichkeit bieten, zumindest eine Handvoll kopierter Trades gleichzeitig zuzulassen, um sich als Kopierer nicht vom Erfolg eines einzigen „Leaders“ abhängig zu machen. Die Investitionssumme pro kopierten Trade sollte in einem angemessenen Verhältnis zum eigenen Kapital stehen, und auf jeden Fall sollte klar ersichtlich sein, ob und in welchem Umfang die Top-Trader ihre Erfolge tatsächlich mit echtem Geld erzielt haben. Kein Scherz: Immer wieder tauchen in den Rankings der Social Media Plattformen Akteure auf, die geradezu sensationelle Bilanzen vorzuweisen haben – aber bei näherer Betrachtung stellt sich oft heraus, dass bei alledem nur das kostenlose Demo-Konto genutzt und kein Cent echtes Geld aufs Spiel gesetzt wurde.

Zwischenfazit: Bei der Auswahl einer geeigneten Social Trading Plattform gelten neben den für Online-Broker üblichen Kriterien zusätzliche Aspekte, die genau beachtet werden sollten.

Online-Trading oft nur auf Umwegen möglich

Wie bereits erwähnt, wächst die Zahl der Social Trading Plattformen langsam, aber beständig. An dieser Stelle seien – abgesehen von eToro – nur die größten und bekanntesten Anbieter erwähnt (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

  • Ayondo
  • wikifolio
  • ZuluTrade und
  • TradingView
eToro Alternative

eToro Alternative

Alternative – Ayondo

lupeAyondo zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass der Anbieter seinen Firmensitz in Deutschland hat und damit den Regelungen der Finanzaufsicht BaFin unterworfen ist. Auf Ayondo können bis zu fünf Top-Trader nach unterschiedlichen Kriterien als „Vorbilder“ ausgewählt werden, die Kennzahlen und durchgeführten Transaktionen eines jeden Traders werden umfassend offengelegt (und nach eigenen Angaben von Ayondo auch regelmäßig kritisch überprüft), die Mindesteinzahlung beträgt 100 Euro, was zugleich auch die Mindestinvestition für einen vollständig kopierten Trade darstellt. Das Verlustrisiko kann auf Ayondo über individuelle Stopp Loss Einstellungen eingegrenzt werden. Mit der Registrierung wird zugleich auch ein Demo-Konto eröffnet, und über ein internes Ranking-System können erfolgreiche Trader nach und nach die Karriereleiter nach oben klettern. Und wer seine Mindesteinlage auf 1.000 Euro aufstockt, bekommt die Kurs-Charts auch in Echtzeit auf den Bildschirm.

Wikifolio Social Trading

Wikifolio Social Trading

Alternative – wikifolio

lupewikifolio hat seinen Firmensitz in Wien und unterliegt damit der österreichischen Finanzaufsicht. Das Trading erfolgt über sogenannte wikifolio-Zertifikate, die die Empfehlungen der erfolgreichsten Trader widerspiegeln, wobei das Bewertungssystem auf der Plattform insgesamt sehr transparent dargestellt wird. Damit wird auch der wesentliche Unterschied zu klassischen Online-Brokern deutlich: Auf wikifolio geht es nicht direkt um den Handel mit binären Optionen oder um Einsätze auf einzelne Anlagewerte, vielmehr stellt ein „Wikifolio“ quasi einen individuell zusammengestellten Anlagefond dar, für den entsprechend Zertifikate erworben werden können. Je nach Performance des zugrundeliegenden Wikifolios entwickelt sich dann auch der Wert des Zertifikats. Dabei geht es allerdings deutlich konventioneller zu, als im klassischen Online-Trading. Neben einer jährlichen Gebühr pro erworbenes Zertifikat muss auch eine renditeabhängige Performance-Gebühr gezahlt werden, hinzukommen Ordergebühren – denn wikifolio.com agiert nicht selbst als Broker, sondern stellt nur eine Social Trading Plattform dar, auf der erfolgreiche Handelsstrategien vorgestellt und vermittelt werden.

Zulutrade Trading

Zulutrade Trading

Alternative – ZuluTrade

lupeZuluTrade verfügt über eine EU-weite Zulassung der Finanzaufsicht und ist ebenfalls kein Online-Broker, sondern versteht sich als „soziales Netzwerk für Trading-Signale“. Die „Signalanbieter“ legen ihre Trading-Aktivitäten ähnlich transparent wie auf eToro offen, wer sich an den Erfolg „anhängen“ und konkretes Online-Trading betreiben möchte, muss dafür aber einen externen Online-Broker einschalten. Dafür winkt ZuluTrade erfolgreichen Signalanbietern mit erfolgsabhängigen Vergütungen, aber die Handhabung der Plattform erweist sich zuweilen als etwas gewöhnungsbedürftig. Ähnliches gilt für TradingView, das ebenfalls in erster Linie als Social Network agiert, auf den Charts und Analysen von Tradern aus aller Welt geteilt werden. In der Basisversion ist TradingView kostenlos, gegen Gebühr stellt die Plattform zusätzliche Chart-Funktionalitäten bereit. Wer von den dargestellten Analysen profitieren will, muss das Trading aber ebenfalls über von der Plattform unabhängige Broker betreiben.

Tradingview Copy Trading

Tradingview Copy Trading

Fazit

FazitObwohl es durchaus die eine oder andere eToro Alternative gibt, hält der Pionier im Bereich Social Trading nach wie vor das am weitesten integrierte und umfänglichste Angebot bereit. Andere Plattformen präsentieren in erster Linie erfolgreiche Handelsstrategien, die dann aber nicht unbedingt an Ort und Stelle sogleich in die Tat umgesetzt werden können. Insbesondere gilt es, die mit dem Kopieren von Trades verbundenen Kosten genau zu betrachten – die entsprechenden Gebühren können teilweise recht üppig ausfallen und verringern entsprechend die eigenen Gewinne.

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