Leitfaden: Devisen Handeln lernen für Anfänger

Devisen handeln lernen ist gar nicht so schwer. Natürlich lernen auch erfahrene Trader jeden Tag noch dazu und einige Kniffe hat man erst nach langer Zeit raus. Doch einige wichtige und erfolgversprechende Strategien sind schnell zu lernen.

  1. Mit einfachen Devisenhandel Strategien beginnen
  2. Chartanalyse als Unterstützung
  3. Trend-Strategie vielversprechend und einfach
  4. Kontra-Trend-Strategie schwerer
  5. Risiko streuen

Devisen Handeln lernen für Anfänger:

Zunächst scheint der Devisenhandel für Anfänger eher undurchschaubar. Trotz aller Krisen steht der Euro gegenüber dem US-Dollar deutlich besser da als bei seiner Einführung und selbst Wirtschaftsprofessoren und Fondsmanager tun sich manchmal mit Erklärungen für die ein oder andere Entwicklung schwer. Doch es gibt einfache Werkzeuge, mit denen man gute Ergebnisse erzielt. So ist Devisen handeln lernen nicht so schwer wie es scheint.

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Chartanalyse als Basis der Devisenhandel Strategie

Ein solches Werkzeug ist die Chartanalyse, also die Interpretation der grafischen Darstellung eines Kursverlaufes. Die einfachste Darstellung ist der Linienchart, bei der die Kurse als Linie dargestellt werden. Das ist für beim Devisenhandel für Anfänger auch völlig ausreichend, komplexere Darstellungsformen wie Candle-Stick-Charts (auch Kerzencharts genannt) braucht man am Anfang nicht.

Einfach: die Trendfolgestrategie

Die Trendfolgestrategie, teilweise auch nur als Trend-Strategie bezeichnet, ist ganz besonders einfach. Ihr zugrunde liegt die Erfahrung, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Trendfortsetzung weitaus größer ist als für eine Trendwende.

Mitunter lässt sich der Trend sogar mit einem Blick auf ein Chart erkennen. Wo dies nicht der Fall ist, helfen einige einfache Werkzeuge.

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Gleitende Durchschnitte

Die einfachste Möglichkeit einen Trend zu erkennen ist die Betrachtung eines gleitenden Durchschnitts. Dabei wird neben den Kurs eine Linie gelegt, die jeweils als Durchschnitt aus dem aktuellen Kurs und einer festgelegten Zahl von vorangegangenen Tagen berechnet wird. Beim gleitenden 7-Tage-Durchschnitt wird also das (arithmetische) Mittel aus dem aktuellen Tag sowie den sechs vorherigen Tagen berechnet.

Dadurch werden kleinere Schwankungen ausgeglichen, der Trend wird besser sichtbar. Beispielsweise kann der Kurs heute niedriger liegen als gestern, der gleitende 7-Tage-Schnitt aber trotzdem auf einen höheren Wert hinweisen. Ein mitunter deutliches Zeichen dafür, dass es weiter bergauf geht und man trotz der Kurskorrektur auf steigende Kurse setzen sollte.

Moving Average Crossover mit zwei Durchschnitten

Zwei gleitende Durchschnitte mit unterschiedlicher Laufzeit kommen beim Moving Average Crossover zum Einsatz. Entscheidend ist dabei, aus welcher Richtung der Durchschnitt mit der kürzeren den mit der längeren Laufzeit schneidet. Stellen wir uns vor, ein 7-Tage-Schnitt lag bisher immer unter dem 38-Tage-Schnitt und übersteigt diesen nun. Der Durchschnitt mit kürzerer schneidet also den mit längerer Laufzeit von unten. Dann sollte man auf steigende Kurse setzen. Scheidet der Schnitt mit kürzerer Laufzeit dagegen von oben, sollte man auf sinkende Kurse setzen.

Widerstände und Unterstützung

Oft scheitern Kurse immer wieder an bestimmten Marken. Wird ein bestimmtes Kursniveau erreicht, sinkt der Kurs anschließend. Das kann viele Gründe haben, beispielsweise Gewinnmitnahmen oder die Tatsache, dass viele Investoren der Meinung sind, dass ein höherer Kurs fundamental nicht gerechtfertigt ist. Man spricht von einer Widerstandslinie.

Umgekehrt kann der Kurs bei einem bestimmten Niveau nach längeren Kursrückgängen immer wieder ansteigen. Dann spricht man von einer Unterstützungslinie.

Wird eine solche Widerstands- oder Unterstützungslinie durchbrochen, geht es oft noch eine bestimmte Zeit in die gleiche Richtung. Wird also eine Widerstandslinie überboten, geht es nach oben, wird eine Unterstützungslinie durchbrochen, geht es eine Weile nach unten.

Trendlinien zeigen den Trend

Eine ebenfalls einfache Möglichkeit zur Trendanalyse sind Trendlinien. Dabei verbindet man die Tiefpunkte in einem Chart mit einer Gerade. Dabei geht es nicht darum, die tiefsten Punkte zu finden, sondern einen Linie, auf der möglichst viele Tiefpunkte liegen und die – zumindest in der Vergangenheit – nicht von der Kurve geschnitten wurde.

Steigen die Tiefpunkte immer weiter an, spricht das für einen stabilen Aufwärtstrend, liegen sie immer tiefer zeigt der Trend nach unten. Wer auf den Trend setzt, hat zwar keine Gewinngarantie, wohl aber gute Chancen. Denn ein altes Händlersprichwort sagt: „The trend ist your friend.“

Die Kontra-Trend-Strategie

Aber natürlich geht es nicht immer in die gleiche Richtung. Die Trader haben das Sprichwort „The trend ist your friend“ deshalb um einen Zusatz erweitert: „The trend is your friend – until the end“.

Einen Fall haben wir bereits angesprochen, nämlich die Widerstands- und Unterstützungslinien. Dass sie durchbrochen werden ist nämlich eher der Sonderfall. Wurde das entsprechende Niveau noch nicht erreicht, sollte man eher auf eine Trendwende spekulieren.

Nähert sich beispielsweise der Kurs einer Widerstandslinie, sind fallende Kurse wahrscheinlich. Denn wenn der Kurs bisher immer an einer Linie gescheitert ist, wird er das oft auch ein weiteres Mal tun. Allerdings dürfen Trader keine Zeit verlieren, wenn es diesmal doch klappt. Dann sollte man lieber die Verluste akzeptieren, umschwenken und auf steigende Kurse setzen.

Das gleiche gilt natürlich mit umgekehrten Vorzeichen, wenn sich der Kurs auf eine Unterstützungslinie zubewegt.

Trendlinien nutzen

Auch die bereits erwähnten Trendlinien können Hinweise geben. Zwar sollten die so gewählt werden, dass sie in der weiteren Vergangenheit nicht den Chart schneiden. Für die jüngere Vergangenheit gilt das aber nicht. Gibt es eine Trendlinie, auf der idealerweise mehrere Tiefpunkte liegen und die nun aktuell von dem Chart durchschnitten wird, steht eine Trendwende bevor.

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Schulter-Kopf-Schulter-Formationen

In eine ähnliche Richtung geht auch die Schulter-Kopf-Schulter-Formation. Sie heißt so, weil man mit etwas Phantasie im Kursverlauf die Silhouette eines Menschen mit zwei Schultern und einem Kopf erkennen kann.

Dabei steigt der Kurs zunächst an, um dann wieder nachzugeben. Im zweiten Anlauf übersteigt der Kurs das vergangene Hoch sogar und sinkt erneut. Es geht ein drittes Mal aufwärts, ohne aber an das zweite Hoch anknüpfen zu können. Das kann ein Hinweis auf eine Trendwende nach unten sein.

Es gibt auch eine umgekehrte Schulter-Kopf-Schulter-Formation, die wie ein auf dem Kopf stehender Mensch aussieht und eine Trendwende nach oben ankündigt.

Weitere Devisenhandel Tipps

Die Chartanalyse gibt Hinweise auf bevorstehende Entwicklungen, aber natürlich keine Garantie dafür. Deshalb sollte niemals zu viel Geld in eine einzige Investition gesetzt werden. Prinzipiell ist die Trend-Strategie erfolgversprechender als die Kontra-Trend-Strategie.

Trader sollten sich nicht auf einen Wert festlegen. Findet man beispielsweise beim Währungspaar US-Dollar/Euro keine Hinweise auf einen stabilen Trend, sollte man ein anderes Währungspaar unter die Lupe nehmen.

Hat man eines gefunden, ist allerdings Schnelligkeit gefragt. Kein Trend hält ewig und auch bei einem Trendwechsel kann der nächste Wechsel schnell bevorstehen. Daher sollten Trader nicht zu lange zögern, wenn sie ein vielversprechendes Handelssignal entdeckt haben.

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