Devisenoptionen handeln: Tipps für Einsteiger

Neben Währungspaaren und Differenzkontrakten (CFDs) sind Optionen eine weitere beliebte Möglichkeit, um mit Devisen zu handeln. Schätzungsweise 20 Prozent des Devisenhandels werden über Devisenoptionen abgewickelt. Wir erklären Ihnen, um was es sich dabei handelt und geben Tipps für Devisenoptionen.

Devisenoptionen handeln per Definition

Devisenoptionen funktionieren wie alle anderen Arten von Optionen. Das bedeutet, sie geben dem Inhaber das Recht, eine festgelegte Anzahl von Devisen zu einem bestimmten Kurs zu kaufen (Call-Option) oder zu verkaufen (Put-Option). Zur Definition einer Devisenoption gehört, dass es keine Handelspflicht gibt. Dieses Privileg muss natürlich bezahlt werden.

So gewinnt oder verliert man

Ist der in der Option festgelegte Kurs günstiger als der tatsächliche, macht man einen Gewinn. Man spricht davon, dass die Option „im Geld“ endet. Der Erlös ergibt sich aus der Differenz zum tatsächlichen Kurs und dem Preis der Option. Garantiert die Option beispielsweise einen Verkaufspreis von 1,34 Euro, der tatsächliche Kurs liegt aber nur bei 1,31 Euro, sind diese drei Cent die Gewinnspanne. Das muss man mit der Zahl der gekauften Währungspaare multiplizieren und noch die Kosten für die Option abziehen.

Endet die Option dagegen aus dem Geld, liegt der Verkaufspreis also bei 1,34 Cent oder höher, verliert man den Einsatz, also den Kaufpreis der Option. Denkbar ist natürlich auch, dass die Option im Geld ist, die Einnahmen aber nicht ausreichen, um die Kosten für den Kauf auszugleichen und man deshalb Verluste macht.

Vorteile

Devisenoptionen handeln hat deshalb den Vorteil, dass die Verluste von vorneherein begrenzt sind. Mehr als den Einsatz kann man nicht verlieren. Trotzdem kann man mit einem geringen Einsatz mehr Geld gewinnen als bei einer direkten Investition in die Währung. Außerdem lässt sich mit Put-Optionen problemlos auch auf fallende Kurse setzen.

Sonderform binäre Option

Eine Sonderform der Devisenoption ist die binäre oder digitale Option. Dabei ist nicht nur der Verlust fest, wenn die Option aus dem Geld ist, sondern auch der Gewinn ist unabhängig von der Kurshöhe immer gleich, sobald die Option im Geld ist. Den Fall, dass die Option zwar im Geld ist, damit aber die Kosten für die Option nicht gedeckt werden können, gibt es deshalb nicht.

Strategie für Devisen Optionen – 7 Tipps

Wer Devisenoptionen handeln will, sollte zumindest mit einigen grundlegenden Strategien vertraut sein und einige grundlegende Tipps beachten.

  1. Vertrauenswürdigen Broker suchen
    Devisenoptionen werden meistens nicht über die Börse gehandelt, sondern außerbörslich „over the counter“. Der Broker sollte daher vertrauenswürdig sein.
  2. Angebote vergleichen
    Optionen für einen bestimmten Kurs können unterschiedlich teuer sein. Welche Anbieter günstig sind und eine gute Handelsplattform bieten, erfahren Sie auf dieser Website.
  3. Nicht auf Zufall traden
    Wer nur zufällig auf einen Wert setzt, verliert meistens Geld. Denn natürlich verschenken auch die Emittenten von Optionen kein Geld, die Preise sind so kalkuliert, dass bei einer 50:50 Chance der mögliche Gewinn niedriger liegt als der Verlust. Trader brauchen deshalb eine Strategie.
  4. The trend ist your friend
    Eine besonders einfache Strategie ist das Setzen auf die Fortführung eines Trends. Denn die Wahrscheinlichkeit für eine Fortsetzung ist meistens höher als die für eine Trendwende. Aber natürlich sollten sich Trader nach einiger Zeit auf mehr zurückgreifen können als auf die Trend-Strategie.
  5. Charts helfen
    Am einfachsten lassen sich Trends aber auch Trendwenden in den Charts erkennen. Trader sollten sich deshalb mit der Chartanalyse vertraut machen, es ist gar nicht so schwer. Daneben dürfen Händler aber auch die Hintergründe nie vergessen. Das studieren aktueller Informationen zur wirtschaftlichen und politischen Entwicklung gehört dazu.
  6. Verluste realisieren, Gewinne laufen lassen
    Viele Hobbytrader neigen dazu, Gewinne zu realisieren und Verluste laufen zu lassen – in der Hoffnung auf eine Erholung. Diese Verlustvermeidungsstrategie sitzt tief in uns Menschen drin, doch beim Traden stört sie. Dort sollte man Verluste realisieren und lieber mit einem neuen Trade sein Glück versuchen.
  7. Einsatz begrenzen
    Schon zu Beginn an sollte feststehen, wie viel Geld pro Monat maximal investiert werden kann. Ist das Limit erreicht, darf erst im nächsten Monat wieder gehandelt werden. Das ist bitter, weil man ja gerne seine Verluste ausgleichen will, schützt aber vor hohen Verlusten.

Fazit

Der Handel mit Devisenoptionen ist keine Zauberei, verlangt aber gründliche Überlegungen und etwas Disziplin.

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